Fahrtensegeln von Paul Kinzelmann

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Fahrtensegeln von Paul Kinzelmann

Fahrtensegeln – Freiheit auf dem Meer heißt das neu erschiene Buch von Paul Kinzelmann. In unterhaltsamer Art werden in dem Buch wertvolle Erfahrungen aus über vier Jahrzehnten Fahrtensegeln mit kleiner Crew weitergegeben.

Fahrtensegeln ist ein Muss für die Bordbibliothek angehender Langfahrtsegler. Anbei einige Auszüge aus dem Kapitel ‚Segeln auf Langfahrt:

„Unter dem Kapitel ‚das Fahrtenschiff, Rigg und Segel‘ haben wir uns bereites eingehend mit der Segelausstattung einer Fahrtenyacht beschäftigt. Nun, in der Praxis des Fahrtensegeln s, werde ich mich im Detail mit dem Einsatz der Segel unterwegs auf langen Strecken befassen.

Über die Technik des Segelns ist viel geschrieben worden. In erster Linie geht es dabei immer darum, möglichst effektiv hoch am Wind zu segeln. Oder, wenn schon vor dem Wind gesegelt wurde, dann ging es um das Setzen und den Trimm des Spinnakers. Auf den Segel-Trimm im Allgemeinen möchte ich daher an dieser Stelle nicht weiter eingehen.

Nach allem was ich gesehen und erlebt habe, glaube ich behaupten zu können, dass es für eine Verdränger Yacht beim Fahrtensegeln auf Kursen vor dem Wind im Passat, je nach Windstärke, keine bessere Vorwind-Beseglung gibt als:

a.  den Spinnaker, oder Asymmetrischen Spinnaker (MPS) bis Bft 4 (15 Knoten scheinbaren Wind)

b.  zwei an zwei Bäumen ausgebaute, hochgeschnittene Vorsegel. Eine Rollgenua No. II und ein Klüver No. I (Passatsegel, gesetzt auf einem zweiten Vorstag) ab Bft 5

c. zwei an zwei Bäumen ausgebaumte, hochgeschnittene Vorsegel. Eine Rollgenua No. II gerefft und ein Klüver No. II (Passatsegel, gesetzt auf einem zweiten Vorstag) ab Bft 6-7 (25-28 kn)

Für Katamarane oder Halbgleiter-Yachten ist der so genannte Screecher oder Jibtop Reacher, eine Weiterentwicklung des „Code Zero“ (Co) der praktisch nur auf Regatten zum Einsatz kommt, eine echte Alternative zum MPS.

In der Folge werde ich die Handhabung speziell dieser Segel im Detail beschreiben. Auf das Setzen eines Großsegels kann vielfach auf einer Fahrtenyacht mit der oben empfohlenen Ausstattung auf Kursen vor dem Wind ganz verzichtet werden!

Ab einer Windstärke von Bft 4 haben wir mit einer ausgebauten, reffbaren, im Unterliek hochgeschnittenen Roll-Genua No. II und einem an Stagreitern auf einem separaten Vortag vor der Roll-Genua No. II gegenüber gesetztem und ausgebautem Klüver No. I beste Erfahrungen gemacht.

Die Roll-Genua No. II, das „Arbeitssegel“, sollte auf einer Fahrtenyacht im Unterliek unbedingt hoch geschnitten sein. Was aus folgenden Gründen von Vorteil ist:

a. Als Arbeitssegel ist das Segel, auch bei rauer See, auf Kursen hoch am Wind gut einzusetzen. Durch das höher geschnittene Unterliek können Wellen nicht so leicht in den unteren Teil des Segels schlagen, was eine enorme Belastung für das Segel sein kann.

b. Freie Sicht nach vorne, unter dem Segel hindurch, ist bei einem hochgeschnittenem Unterliek gegeben. Für Fahrtensegler ist dieser Umstand vor allem nachts sehr wichtig!

c. Beim Reffen (Einrollen) oder beim Ausbaumen muss der Holepunkt nicht oder nur gering, geändert werden.

Bei Starkwind, also ab 6-7 Bft, (25 kn bis 28 kn Wind) segeln wir vor dem Wind, mit der auf der Rollanlage gerefften und ausgebauten Genua Nr. II und auf dem zweiten Vorstag mit einem ausgebauten Klüver No. 2. Bei noch mehr Wind, ab 8 Bft, wird dann auch der Klüver Nr. II weggenommen und es wird nur noch die ausgebaute, entsprechend gereffte Genua No. II gefahren.

Unbedingt notwendig sind für diese Besegelung zwei in Länge verstellbare Teleskopbäume. Fixiert, auf zwei Schienen auf der Mastvorderseite sind die Bäume in der Höhe, mit Toppnant (Boomlift) und Auf- und Niederholer, leicht verstellbar.“

Bestellen können Sie das Buch „Fahrtensegeln-Freiheit auf dem Meer“ im Internet unter ,im Buchhandel oder bei Amazon.

Filme von Paul Kinzelmann über das Passatsegeln im Pazifik können Sie sich hier ansehen

Gute Unterhaltung!

Cornelius-Segel, Ihr Segelmacher aus Bremen an der Lesum

 

Fahrtensegeln - Freiheit auf dem Meer

 

Dezember 1st, 2014|